Ideenwerkstatt:
Kartografie einer Sozialen Symphonie von Grafenhorst
Do 10. – 12. April 2025
DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Münsterland
Jedes Jahr lädt das DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst bis zu vier Künstler*innen ein vor Ort ein partizipatives Kunstprojekt zu realisieren. Dafür wird ein Stipendium ausgeschrieben. 13 Projekte waren im April 2025 in der engeren Auswahl und haben sich der Jury vorgestellt. In diesem Rahmen wurde die Idee "Kartografie einer Sozialen Symphonie von Gravenhorst" vorgestellt.
Kartografie einer Sozialen Symphonie von Gravenhorst
Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitsphasen:
I Entwicklung einer Matrix
Das, was uns alltäglich zu Ohren kommt ist komplex. Ich möchte in einem ersten Schritt für eine akustische Ordnung sorgen. Alltagsklänge lassen sich in diversen Klangparametern unterscheiden. So hinterlässt beispielsweise jeder Mensch akustische Spuren. Diese unterscheiden sich von Naturgeräusche wie Wind und Vogelgezwitscher. Dazu kommen Geräusche, die aus technischen Ereignissen hervorgehen. Verkehr, Kirchenglocken, Handy klingeln usf. Mit der Bestimmung dieser und anderer Parameter können wir anfangen das Akustische zu differenzieren.
Die definierten Klangparameter werden dann in eine Bildsprache übersetzt. Ob in Farben, Formen oder Signaturen bleibt abzuwarten. So entsteht eine Legende, die in einem interaktiven Prozess erprobt und schließlich in einer Matrix festgelegt wird.
II Das Malen von Klangbildern
Anhand der entstandenen Matrix werden Menschen eingeladen, Klangbilder zu malen. Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Staffelei, Pinsel und Farben raus und malen nicht das, was Sie sehen, sondern das was Sie hören. Wir werden zunächst die Umgebung rund um das Kloster Gravenhorst akustisch portraitieren, um dann den Marktplatz, die Kneipe, den Schulhof, die Sporthalle und andere Orte aufzusuchen. Jeder Ort hat eine eigene akustische Signatur, die wir bildlich festhalten wollen.
In den Bildern werden individuelle Hörerlebnisse sichtbar.
III Soziale Ordnung
Im nächsten Schritt werden wir die individuellen Hörerlebnisse sichten und lesen lernen, um sie schließlich in eine gemeinsam Ordnung zu bringen. Finden wir anhand der Farben eine Ordnung? Bringen wir räumliche Portraits zusammen?
In einem gemeinschaftlichen Prozess entsteht eine Ausstellung. Die Kartografie der Sozialen Symphonie von Gravenhorst.